Philipp Lamprecht

ein vielseitig agierender Musiker mit Faible für Neues und Altes. Als Mitglied verschiedener Ensembles für zeitgenössische und historische Musik arbeitet er hauptsächlich im Bereich Kammermusik und realisiert eigene Solo-und Educationprojekte. Seinen bunten musikalischen Alltag bestreitet er mit Instrumenten wie dem Vibraphon, der Marimba, der Zarb, selbstgebauten Instrumenten, mittelalterlichen Kastagnetten, Pauken, Handtrommeln, einer Drehleiher und vielem Anderen mehr. Auch Gesang (Minnesang, Gregorianik) ist mittlerweile fester Bestandteil von Auftritten des Künstlers.

Seit dem Wintersemester 2015/16 ist Philipp Lehrbeauftragter für Schlaginstrumente an der Universität Mozarteum. Im Jahr 2018 übernahm er die künstlerische Leitung der Internationalen Paul Hofhaymer Gesellschaft Salzburg. 2019 wurde ihm für die Triofassung der Johannespassion von Johann Sebastian Bach mit Tenor Benedikt Kristjánsson und Cembalistin Elina Albach der Opus Klassik Preis für das Innovative Konzert des Jahres verliehen.

1984 in Meran (Südtirol/Italien) geboren begann der diplomierte Hotelkaufmann 2003 ein Studium bei Prof. Dr. Peter Sadlo an der Universität Mozarteum Salzburg. Durch dessen Förderung verzeichnete Philipp Lamprecht bereits kurze Zeit später seine ersten internationalen Erfolge. So trat er unter Anderem mit Orchestern wie der Camerata Salzburg, dem Münchener Kammerorchester, der Kremerata Baltica und der Philharmonie der Nationen in Europa und Asien auf. Außerdem gewann er 2005 den ersten Preis sowie zwei weitere Preise bei der International Percussion Competition Luxembourg mit dem Schlagzeugquartett Via Nova Percussion Group. 2011/12 war er Akademist der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main.

Regelmäßige Zusammenarbeit mit Komponisten aus aller Welt sowie Aufführungen bereits etablierter Solo- und Kammermusikwerke des 20. und jungen 21. Jahrhunderts für Stabspiele, Multipercussion und außereuropäische Instrumente prägen Philipps musikalisches Leben mit etwa einem Dutzend Uraufführungen pro Jahr.
Philipp Lamprecht spielt darüber hinaus regelmäßig in verschiedenen Ensembles für zeitgenössische Musik, darunter hervorzuheben ensemble chromoson (Südtirol), Ensemble Meitar (Tel Aviv), Windkraft Tirol, risonanze erranti (München), NAMES (Salzburg), u.a.m. Darüber hinaus arbeitet mit Künstlern aus verschiedener Sparten zusammen, darunter Choreograph Alessio Trevisani, Schauspieler und Regisseur André Hinderlich.

Das vielfältige Schlaginstrumentarium der Alten Musik

- insbesondere der mittelalterlichen Musik - begeistert Philipp Lamprecht und hat in den letzten Jahren zu einer Spezialisierung auf dem Gebiet der historisch informierten Aufführungspraxis und einer regen Konzerttätigkeit auch in diesem Bereich geführt, vornehmlich mit seinen eigenen Ensembles, dem Duo Enßle-Lamprecht (Blockflöte/Schlagzeug) und La Petite Ecurie (Oboenband), aber auch mit anderen Klangkörpern, darunter Concerto Köln, dem Svapinga Consort, der Münchner Hofkapelle. 2020 ist mit dem Ensemble Bourbon eine CD-Produktion für SONY Classical geplant.

Zu seinen Förderern zählen die Kulturabteilung der Provinz Bozen (2010), das Österreichische Bildungsministerium (2012) und die Kunststiftung des Landes Sachen-Anhalt (2015).

CD-Einspielungen: Johannespassion (2019), tesserae (2017), jeuX (2013), …bald ist mir nimmer kalt (2011), Points of Contact (2010), la simila pintura (2008), new generation (2007).

Duo Enßle-Lamprecht

Das Duo Blockflöte und Schlaginstrumente mit Anne-Suse Enßle und Philipp Lamprecht ist eine Erfolgsgeschichte zweier Instrumente, die bislang eher...

Johannespassion für Tenor allein, Cembalo, Orgel und Schlagwerk

Die Johannespassion von J.S. Bach wird in dieser Produktion von PODIUM Esslingen zu einem intensiven und fesselnden Erlebnis mit...

Mönch von Salzburg

Mit dem Mönch von Salzburg, einem anonym gebliebenen Minnesänger, beschäftigt sich Philipp Lamprecht seit 2014. In einem großangelegten Gesamtaufführungsprojekten...

Musiktheater

getrennt – verbunden. Musiktheater. (2018) Schauspiel und Regie: André Hinderlich Musik: Hannes Kerschbaumer, Philipp Lamprecht mit Cordula Stepp und...